Mentale Faktoren: Warum emotionale Belastung chronische Schmerzen verursacht
Inhaltsverzeichnis (Klick zum Ausklappen)
- Das Instabilitätsgefühl, das keine körperliche Ursache hatte
- Warum Behandlungen oft gar nicht oder nur kurz helfen
- Der Zusammenhang zwischen Emotionen und Schmerzen
- Warum und wie Erinnerungen und Emotionen Trigger sein können
- Nicht nur Emotionen: Die Rolle von Hypothalamus und Amygdala
- Wie geht’s weiter: Könnte das bei dir eine Rolle spielen?
Das Instabilitätsgefühl, das keine körperliche Ursache hatte
Warum dein Problem immer wiederkommt – auch wenn die Behandlung erstmal geholfen hat
Ein junger Mann kommt zu mir, kann kaum noch schlafen. Sein Nacken fühlt sich so instabil an, als würde er jeden Moment „nachgeben“.
Ärzte finden nichts, Physiotherapie hilft nur kurz.
Wir hatten schon viel gemacht – Narben von seiner Hals-OP behandelt, Muskeln getestet, alles durchgecheckt. Aber richtig besser wurde es nicht.
Was wir gleich rausfinden würden, hatten wir beide so nicht erwartet.
Ein ähnliches Phänomen wie zum Beispiel bei Multitasking-Problemen: Auch emotionaler Stress kann das Nervensystem so überlasten, dass körperliche Heilung blockiert wird.
Denn ungefähr in Session Nummer 4 frage ich ihn: „Was war denn in deinem Leben los, als das mit dem Nacken anfing? Oder als du die OP hattest?“ Seit diesem Erlebnis stelle ich ähnliche Fragen mittlerweile viel früher im Prozess.
Weil sie der absolute Game-Changer sein können.
Er erzählt von einer Beziehungsgeschichte. Richtig belastend. Eine emotional schwere Zeit. „Aber das hat doch nichts mit meinem Nacken zu tun“, meint er.
Mit P-DTR hab ich dann getestet, ob sein Körper auf diese emotionale Geschichte reagiert. Und tatsächlich – seine Muskeln haben komplett anders reagiert, sobald er an diese Zeit gedacht hat.
Als wir das behandelt haben, hat es einen Schalter umgelegt. Schlagartig konnte er wieder besser schlafen, das Instabilitätsgefühl war viel besser.
Das Verrückte: Die emotionale Belastung war nicht die Hauptursache seiner Nackenbeschwerden. Aber sie war der Trigger, der alles immer wieder zurückgeholt hat.
Warum Behandlungen oft gar nicht oder nur kurz helfen
Kennst du das? Im ersten Moment ist alles besser.
Vielleicht ein, zwei Wochen oder sogar länger.
Die Behandlung war erfolgreich – zumindest dachtest du das. Und dann kommt auf einmal alles wieder. Manchmal sogar schlimmer als vorher.
Obwohl die Behandlung ja funktioniert hat.
Scheinbar.
Das Problem: Es gibt offensichtlich irgendetwas, das den Körper wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückholt. Das ihn dazu bringt, wieder auf die alten Kompensationen zurückzugreifen.
Das nennt man Trigger.
Ein Trigger ist eine eigene Rezeptorstörung oder Störung des Nervensystems – die aber dann eine andere, davon unabhängige Dysfunktion wieder reaktiviert.
Der Körper greift einfach zurück auf das, was er schon kennt. Auf die Kompensation, die er sich angewöhnt hat.
Das gilt übrigens auch für alte Verletzungen – sie können als Trigger fungieren und behandelte Bereiche wieder reaktivieren, die auf den ersten Blick eigentlich gar nichts damit zu tun haben.
Das heißt: Der Chiropraktiker kann das Richtige finden und „erfolgreich“ behandeln – aber es wird reaktiviert, weil andere Sachen, die damit zusammenhängen, nicht mit behandelt wurden.
Und wo im ersten Moment niemand auf die Idee kommen würde, dass es zusammenhängt.
Ein Riesenfaktor und typischer Trigger dabei: Emotionen.
Der Zusammenhang zwischen Emotionen und Schmerzen
Wie das funktioniert, kann man sich eigentlich selber herleiten.
Wenn du an ein Thema denkst, das für dich mit bestimmten Emotionen verbunden ist, merkst du: Dein Körper reagiert.
Du denkst daran zurück, als du in der 4. Klasse auf dem Pausenhof in eine blöde Situation verwickelt warst. Und merkst erst ein paar Minuten später, wie du im Hier und Jetzt exakt dieselben Emotionen wieder durchläufst.
Automatisch. Mit Hormonausschüttungen. Mit Muskelanspannung. Mit Stresssymptomen. Mit Gefühlen.
Das passiert nicht nur in den Momenten, wo das Ereignis stattfindet. Das kann auch unterbewusst wirken, wenn dich irgendwas an diese Situationen erinnert.
Vor allem, wenn sie Stress oder unangenehme Gefühle bei dir hervorgerufen haben.
Oft passiert das im Zusammenhang mit Verletzungen, die laut MRT, Röntgen und Co. schon längst verheilt sind. Vor allem wenn diese mit Erfahrungen verbunden waren, die man lieber nicht auch noch zusätzlich gemacht hätte.
Emotionen bei Narben und Trigger
Ganz oft habe ich dieses Thema wenn ich Narben behandle. Sowohl wenn es um die Emotionen geht, die mit der Narbe in Verbindung stehen. Aber auch, wenn die Narbe selbst Teil eines Triggers sein könnte, die andere Dysfunktionen beeinflusst.
Ein Beispiel für Erinnerungen als Trigger: Du hast dir beim Skifahren das Kreuzband gerissen. Alles drumherum war dramatisch. Die Erfahrung im Krankenhaus war nicht so bombe. Der Arzt war nicht vertrauenserweckend. Die Heilung war beschissen.
Da stecken Emotionen drin.
Und diese Emotionen können durch unbewusste Reize wieder durchlebt werden. Ein Geruch. Ein bestimmtes Bild. Irgendwas, das dich daran erinnert – ohne dass du es bewusst wahrnimmst.
Dann können bestimmte Bereiche im Gehirn dafür sorgen, dass die Rezeptoren, die mit dieser Verletzung verknüpft waren, wieder in ihre alte Störung zurückkommen.
Kennst du das? Du warst lange nicht mehr in einer Stadt, in der du mal gelebt hast. Du gehst in den U-Bahnhof runter, riechst, wie es riecht – und plopp, auf einmal sind lauter Erinnerungen da, von denen du gar nicht mehr wusstest, dass du sie noch hast.
Das ist ein ähnlicher Prozess, der da statt findet. Und wenn die Bereiche, die da im Gehirn aktiv werden selbst eine Art Dysfunktion haben, dann können sie sich auf andere Dysfunktionen auswirken.
Die Emotionen müssen nicht die Hauptursache für die Schmerzen sein. Aber sie können sie triggern. Und wieder zurückholen.
Warum und wie Erinnerungen und Emotionen Trigger sein können
Emotionen und Erinnerungen sind im Frontallappen angesiedelt.
Mit bestimmten Techniken aus P-DTR und dem neurolinguistischen Programmieren (NLP) – kombiniert mit Konzepten aus der Alternativmedizin, die Organe mit Emotionen verbinden
(Leber = Wut, Magen = Sorge, etc.) – kann man das behandeln.
Was ich mache: Ich schaue mir an, ob zu den Behandlungen, die wir an bestimmten Körperstellen machen, irgendwelche Erinnerungen oder Emotionen eine Rolle spielen könnten.
Beispiel: Jemand kugelt sich beim Tennisspielen die Schulter aus.
Der erste Moment: Sorge. „Ist mehr kaputt? Muss ich operiert werden? Wie lange kann ich nicht mehr spielen?“
Derjenige durchläuft die üblichen Prozesse, bekommt eine OP, macht seine Reha. Auf dem Papier sieht alles nach geglückter Heilung aus, erstmal tut nichts weh.
Ein paar Jahre später dann: Die Schulter fängt an wehzutun. Obwohl strukturell alles geheilt ist. Vom Gewebe her ist alles okay. Aber das Nervensystem scheint ein Problem zu haben und falsche Signale zu liefern, die dann als Gefahr interpretiert werden und Symptome verursachen.
Ich behandle die Rezeptoren in den Bändern. Oder jemand anderes macht gute manuelle Therapie. Im ersten Moment ist alles super. Die Schulter ist wieder beweglicher.
Aber spätestens nach zwei Wochen kommt immer wieder der Rückschlag: Der Schmerz ist wieder da. Oder nach ein paar Tagen. Oder erst nach einem Vierteljahr.
Dann sollte man sich anschauen, ob die Emotionen, die damals mit der Verletzung verbunden waren, als Trigger fungieren.
Weil irgendwelche Sachen den Menschen daran erinnern. Und dann das Gehirn wieder Stellen in Schutz nimmt, wo es eigentlich gar nicht mehr nötig wäre.
Man sollte sich bei Behandlungen auf jeden Fall auch um diese psychischen Aspekte kümmern.
Nicht nur Emotionen: Die Rolle von Hypothalamus und Amygdala
Es geht nicht nur um bewusste Emotionen. Es geht auch um unterbewusste Sachen.
Da spielen zwei Hirnbereiche eine große Rolle:
Hypothalamus
Der Hypothalamus ist zuständig für die Stressreaktion und Hormonausschüttungen des autonomen Nervensystems. Die Steuerung von Sympathikus und Parasympathikus.
Ich kann testen, ob in Zusammenhang mit alten Verletzungen der Hypothalamus als Trigger fungiert. Es könnte sein, dass jedes Mal, wenn er aktiv wird, die bereits behandelte Rezeptorstörung wieder reaktiviert wird.
Auch Darmprobleme nach Antibiotika können das autonome Nervensystem dauerhaft belasten und als versteckter Stressfaktor wirken.
Amygdala
Die Amygdala – das Tor zum Bewusstsein. Verantwortlich für emotionale Regulation. Vor allem bei unbewussten emotionalen Bedrohungen.
Auch hier kann ich testen, ob die Amygdala eine Art Rezeptorstörung hat und als Trigger fungiert für andere Rezeptorstörungen, die eigentlich als behandelt gelten.
Beispiel: Du machst manuelle Therapie am Knie. Im ersten Moment wird’s besser. Aber es kommt immer wieder. Obwohl du jedes Mal eine Verbesserung hattest.
Dann kann es sein, dass im Zusammenhang mit der Verletzung bestimmte Trigger auf einer unbewussten Ebene stattfinden.
Situationen, die als Bedrohungen wahrgenommen wurden. Aspekte des Leidens, die als Begleitumstände mit dabei waren. (Im Englischen sagt man „Suffering“ – im Deutschen ist „Leiden“ vielleicht nicht ganz so treffend.)
Aspekte, die dich damals emotional sehr belastet haben. Wie zum Beispiel, dass du tagelang nicht richtig gehen konntest; dass du auf andere angewiesen warst; dass du traurig warst, weil du deshalb nicht in den Urlaub fahren konntest usw. Solche Zusammenhänge.
Auch darauf sollte man schauen, ob das eine Rolle spielen kann.
Wie geht’s weiter: Könnte das bei dir eine Rolle spielen?
Wenn Behandlungen nur kurz helfen und alles immer wieder zurückkommt – manchmal sogar schlimmer – könnten emotionale Trigger dahinterstecken.
Wenn du eine Verletzung hattest, die mit belastenden Umständen verbunden war – emotional schwere Zeiten, Stress, Angst, Sorgen – könnte dein Körper das heute noch „gespeichert“ haben.
Nicht als Hauptursache. Aber als Trigger, der alles immer wieder zurückholt.
Wenn bei deiner Behandlung nix weitergeht oder sich alles immer wieder auf Null zurücksetzt, obwohl erstmal alles besser war… Dann ist es auf jeden Fall einen Versuch wert, auch in diesem Bereich auf die Suche zu gehen.
OPTION 1: MACH DEN GAME-CHANGER TEST
Finde heraus, welche ANDEREN versteckten Faktoren bei dir noch eine Rolle spielen könnten.
OPTION 2: MÜNCHEN/UMGEBUNG
Buch dir einen Termin – ich teste gezielt, welche Trigger bei dir aktiv sein könnten.
OPTION 3: REST VON DEUTSCHLAND
Trag dich auf die Warteliste für den Online-Kurs „Körper verstehen, Muster erkennen“ (Start: Frühjahr 2026)
→ Multitasking: Wenn dein Nervensystem überlastet ist
→ Alte Verletzungen: Warum vergessene Unfälle heute noch schmerzen
→ Narben: Warum sie chronische Schmerzen verursachen können
→ Antibiotika & Darmgesundheit: Der versteckte Stressfaktor
→ Alle Faktoren im Überblick



