Was tun, wenn Physiotherapie nicht hilft?
Physio läuft in den meisten Fällen so ab: Der Orthopäde stellt eine Diagnose am Schmerzort, dann wird genau dort gearbeitet. Bei akuten Verletzungen funktioniert das richtig gut. Bei chronischen Schmerzen bei Sportlern reicht das oft nicht. Ein 20-Minuten-Termin hat schlicht keinen Platz, um sich Nachbarregionen, alte Verletzungen und die neuromuskuläre Ansteuerung anzuschauen. Und die Standardübungen, die du dann mitbekommst (Theraband, Bridge, Beinpresse), machst du als Sportler eh schon lange in deinem eigenen Training. Nichts Neues also.
Was oft fehlt, sind die Nebenschauplätze. Ein Beispiel aus der Praxis: jemand mit Knieschmerzen, Bilder unauffällig, drei Serien Physio durch. Beim genauen Hinschauen stellt sich raus, dass vor Jahren mal ein Sprunggelenk umgeknickt ist. Die Rezeptoren im Bandapparat da unten geben immer noch schlechte Infos ans Nervensystem, die Muskulatur am Bein wird deshalb nicht optimal angesteuert, und die Kompensation dafür landet am Knie. Da kannst du so viel Kraft und Stabilität hinterhertrainieren wie du willst. Solange die Info-Übertragung von unten nicht sauber läuft, kommt der Schmerz zuverlässig wieder.
Was ich mir in der Praxis anschaue
In meiner Praxis geht es genau um diese Sachen. Über neuromuskuläre Tests (NKT, P-DTR, Anatomy in Motion) prüfe ich, welche Muskeln eigentlich nicht das machen, was sie sollen, und wo der Auslöser dafür sitzt. Das ist oft ein ganzes Stück weg vom Schmerzort. Dann wird auch klar, warum die Standardübungen bisher nichts verändert haben.
Wenn dich das gerade beschreibt und du seit Monaten oder Jahren nicht weiterkommst, sprechen wir 15 Minuten am Telefon. Ich schau mir deinen Fall an und sage dir ehrlich, ob mein Ansatz zu dir passt oder nicht.
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